Produkt · Legal Tech

LegalAI Analytics: Legal AI für Gerichtsakten, On-Premises

LegalAI Analytics ist eine Legal-AI-Lösung für mehrbändige Gerichtsakten von 20.000 bis 100.000 Seiten: Ein lokales Sprachmodell, feinabgestimmt auf polnisches Recht, analysiert die Akten On-Premises, direkt in der Infrastruktur der Kanzlei, die sie damit nie verlassen. Das Produkt ist in Entwicklung.

01Problem

Mehrbändige Akten: wochenlange Handarbeit

In Straf- und Wirtschaftsverfahren umfassen die Akten oft Dutzende Bände. Um sich auf die Verhandlung vorzubereiten, muss das Team Tausende Seiten lesen, Personen, Ereignisse und Beweise herausarbeiten und anschließend prüfen, ob Aussagen und Dokumente zueinander passen. Von Hand dauert das Wochen.

LegalAI Analytics soll diese Zeit auf Stunden verkürzen: Das Tool analysiert Akten von 20.000 bis 100.000 Seiten und ordnet die Informationen so, dass sich der Anwalt schneller der Bewertung des Falls widmen kann.

Allgemeine KI-Assistenten eignen sich dafür aus zwei Gründen nicht:

  • Vertraulichkeit - Akten unterliegen dem Berufsgeheimnis und oft auch der Geheimhaltung des Verfahrens; sie an öffentliche KI-Dienste zu senden, kommt für viele Kanzleien nicht infrage,
  • Spezialisierung - das Modell muss polnisches Recht und die Rechtsprechung kennen, und jedes Ergebnis muss sich in den Akten nachprüfen lassen.

Deshalb läuft LegalAI Analytics lokal und nutzt ein auf polnisches Recht feinabgestimmtes Modell.

02Funktionsweise

Funktionsweise: OCR, Sprachmodell, Wissensgraph und Kreuzverifikation

Ablauf der Aktenanalyse in LegalAI Analytics Scans und Aktendateien gehen an das OCR-Modul, das sie in Text umwandelt. Ein auf polnisches Recht feinabgestimmtes Sprachmodell extrahiert die Informationen, ein Wissensgraph ordnet die Zusammenhänge zwischen ihnen, und eine Logik zur Kreuzverifikation prüft, ob die Ergebnisse widerspruchsfrei sind. Alles läuft in der Infrastruktur der Kanzlei; das Urteilskorpus dient als juristische Wissensbasis. INFRASTRUKTUR DER KANZLEI (ON-PREMISES) Akten Scans, PDF OCR Text aus Akten Sprachmodell polnisches Recht Wissensgraph Bezüge in den Akten Kreuzverifikation stimmige Ergebnisse Urteilskorpus 500.000 Urteile nichts verlässt die Kanzlei
Illustration: Ablauf der Aktenanalyse - alle Komponenten laufen in der Infrastruktur der Kanzlei.

OCR

Wandelt Scans und Aktendateien in Text um, mit dem das Modell arbeiten kann.

Sprachmodell

Ein auf polnisches Recht feinabgestimmtes Modell extrahiert aus den Akten die Informationen, die für den Fall relevant sind.

Wissensgraph

Ordnet Zusammenhänge zwischen Informationen aus verschiedenen Teilen der Akten - nicht nur innerhalb eines einzelnen Dokuments.

Kreuzverifikation

Eine Logik zur Kreuzverifikation (Cross-Examination Logic) prüft, ob die Ergebnisse aus verschiedenen Teilen der Akten widerspruchsfrei sind.

Die juristische Wissensbasis umfasst 500.000 Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichts und der ordentlichen Gerichte. Die Verbindung von Sprachmodell, Wissensgraph und Regeln (ein neuro-symbolischer Ansatz) soll das Risiko verringern, dass das Modell Tatsachen „erfindet“, die nicht in den Akten stehen.

03Ergebnisse

Ergebnisse interner Tests

  • 20×

    schnellere Aktenanalyse als bei manueller Bearbeitung

  • > 85%

    F1-Score bei der Informationsextraktion

  • < 1%

    Halluzinationsrate

Ergebnisse interner Tests von LegalAI Analytics auf unserem eigenen Testdatensatz - kein unabhängiges Audit und keine Garantie für das Ergebnis in einem anderen Projekt. Der F1-Score verbindet Präzision (wie viele der gefundenen Informationen korrekt sind) und Vollständigkeit (wie viele Informationen aus den Akten das Modell gefunden hat). Eine Halluzination ist eine Antwort, die sich nicht auf den Inhalt der Akten stützen lässt.

Vor einer Einführung in der Kanzlei sollten Sie das Modell an eigenen, anonymisierten Akten prüfen - mit Messgrößen, die Sie mit Ihrem Team festlegen. So gehen wir KI-Projekte an; mehr dazu auf unserer Seite zu lokalen LLMs.

04Vertraulichkeit

Berufsgeheimnis, On-Premises und Zero Data Retention

LegalAI Analytics läuft On-Premises - auf Servern in der Infrastruktur der Kanzlei. Die Akten werden weder in eine Public Cloud noch an externe KI-Anbieter übermittelt.

Zero Data Retention: Wir verarbeiten Dokumente und Anfragen, ohne sie nach Abschluss der Verarbeitung zu speichern.

Diese Architektur beantwortet die Fragen, die sich jede Kanzlei vor der Wahl eines KI-Tools stellt: Wohin gehen die Daten, wer hat Zugriff darauf, und dürfen sie zum Training eines Modells verwendet werden?

Was die polnischen Vorschriften und die Berufskammern sagen:

  • Ein Rechtsanwalt (adwokat) ist verpflichtet, alles geheim zu halten, was er im Zusammenhang mit der Leistung von Rechtsbeistand erfahren hat (Art. 6 Abs. 1 des polnischen Gesetzes über die Rechtsanwaltschaft).
  • Ein Rechtsberater (radca prawny) ist verpflichtet, alles geheim zu halten, was er im Zusammenhang mit der Leistung von Rechtsbeistand erfahren hat (Art. 3 Abs. 3 des polnischen Gesetzes über die Rechtsberater).
  • Im Strafverfahren darf ein Rechtsanwalt oder Rechtsberater zu Tatsachen, die der Schweigepflicht unterliegen, nur vernommen werden, wenn dies für das Wohl der Rechtspflege unerlässlich ist und der Umstand nicht durch ein anderes Beweismittel festgestellt werden kann (Art. 180 § 2 der polnischen Strafprozessordnung).
  • Im Juni 2026 hat der Oberste Anwaltsrat (NRA) die Grundsätze der anwaltlichen Ethik um § 23e ergänzt: Technologische Werkzeuge, einschließlich KI, dürfen ausschließlich unterstützend eingesetzt werden, und Informationen, die der Schweigepflicht unterliegen, dürfen nicht in Werkzeugen verarbeitet werden, die keinen angemessenen Schutz gewährleisten (§ 23e der polnischen Grundsätze der anwaltlichen Ethik und Berufswürde).

05Für wen

Für wen LegalAI Analytics gedacht ist

Strafrechtskanzleien

Vorbereitung auf Verhandlungen in Verfahren mit mehrbändigen Akten - schneller zu Personen, Ereignissen und Beweisen.

Staatsanwaltschaften

Analyse umfangreichen Beweismaterials in der eigenen Infrastruktur der Behörde - die Daten verlassen sie nicht.

E-Discovery-Teams

Durchsicht großer Dokumentenbestände auf Informationen, die für den Fall relevant sind.

06Status

Produktstatus

LegalAI Analytics ist in Entwicklung. Starttermin und Konditionen veröffentlichen wir noch nicht. Wenn Sie über eine Einführung in Ihrer Kanzlei oder über eine eigene Lösung mit lokalem Modell sprechen möchten, schreiben Sie uns über das Kontaktformular - das Thema der Anfrage ist bereits ausgewählt. Gespräche führen wir auf Englisch oder Polnisch. Siehe auch: Künstliche Intelligenz bei Innovix.

Häufig gestellte Fragen

Gelangen die Akten zu externen KI-Anbietern?

Nein. LegalAI Analytics läuft On-Premises in der Infrastruktur der Kanzlei und verarbeitet Dokumente nach dem Prinzip Zero Data Retention - ohne sie nach Abschluss der Verarbeitung zu speichern. Die Akten verlassen die Infrastruktur der Kanzlei nicht.

Woher stammen die Werte 20×, F1 > 85 % und < 1 % Halluzinationen?

Es sind Ergebnisse interner Tests von LegalAI Analytics auf unserem eigenen Testdatensatz. Sie sind weder ein unabhängiges Audit noch eine Garantie für dasselbe Ergebnis in einer anderen Kanzlei - vor einer Einführung sollten Sie das Modell an eigenen, anonymisierten Akten prüfen. Wie wir die Qualität von Modellen messen, beschreiben wir auf unserer Seite zu lokalen LLMs.

Ersetzt LegalAI Analytics den Anwalt?

Nein. Das Tool verkürzt die Arbeit mit den Akten, aber die Würdigung der Beweise und prozessuale Entscheidungen bleiben Sache des Anwalts. Auch die polnischen Grundsätze der anwaltlichen Ethik sehen vor, dass KI-Tools ausschließlich unterstützend eingesetzt werden dürfen.

Für wen ist LegalAI Analytics gedacht?

Für Strafrechtskanzleien, Staatsanwaltschaften und E-Discovery-Teams - überall dort, wo mehrbändige Akten analysiert werden müssen und die Dokumente dem Berufsgeheimnis oder dem Ermittlungsgeheimnis unterliegen. Mehr über Software für Juristen: Kanzleien.

Wann wird das Produkt verfügbar sein?

LegalAI Analytics ist in Entwicklung - Starttermin und Konditionen veröffentlichen wir noch nicht. Wenn Sie über eine Einführung in Ihrer Kanzlei sprechen möchten, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Gespräche führen wir auf Englisch oder Polnisch.

Quellen

  1. Gesetz vom 26. Mai 1982 über die Rechtsanwaltschaft (Adwokatura) (amtlich konsolidierte Fassung: Dz.U. 2024 Pos. 1564 mit Änderungen) (auf Polnisch) ()
  2. Gesetz vom 6. Juli 1982 über die Rechtsberater (radcowie prawni) (amtlich konsolidierte Fassung: Dz.U. 2024 Pos. 499 mit Änderungen) (auf Polnisch) ()
  3. Gesetz vom 6. Juni 1997 - Strafprozessordnung (amtlich konsolidierte Fassung: Dz.U. 2026 Pos. 490 mit Änderungen) (auf Polnisch) ()
  4. Oberster Anwaltsrat (NRA) - Änderungen der Sammlung der Grundsätze der anwaltlichen Ethik (§ 23e: Nutzung technologischer Werkzeuge und künstlicher Intelligenz), Mitteilung vom 15.06.2026 (auf Polnisch) ()
  5. Landeskammer der Rechtsberater (KIRP) - KI in der Arbeit des Rechtsberaters. Empfehlungen zur Nutzung KI-gestützter Tools durch Rechtsberater, 1. Ausgabe, Warschau 2025 (auf Polnisch) ()

Rechtsstand: Aktualisiert am

Siehe auch

Sprechen wir über Ihr Projekt oder Audit

Beschreiben Sie kurz Ihren Bedarf - wir melden uns mit einem Vorschlag für die nächsten Schritte. Gespräche führen wir auf Englisch oder Polnisch.

oder telefonisch unter +48 575 621 877